Autor Thema: Urinkontrolle Buprenorphin  (Gelesen 954 mal)

bruno

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Urinkontrolle Buprenorphin
« am: 04 Mai 2021 »
Hallo habe eine Frage. Wie lange bleibt denn nach neuen Erkenntnissen Subutex im Urin. Ich habe immer gelesen 2-4 Tage. Ich hatte mich darauf verlassen aber bei mir haben die Schnell-Teststreifen am 6 Tag noch auf Buprenorphin angeschlagen obwohl ich nur 1mg genommen habe. Weil ich es abgestritten habe das ich was zu mir genommen habe wurde es ins Labor geschickt und überprüft. Da wurde ich dann natürlich auch positiv getestet, Ich wurde also erwischt. Wie kann es sein das die Angaben darüber so schwanken. Viele sagen es sei bei denen spätestens nach 2 Tagen draußen.. Freu mich über eine Antwort. Grüße

ME-Redaktion

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Antw:Urinkontrolle Buprenorphin
« Antwort #1 am: 06 Mai 2021 »
Hallo Bruno,

es ist toll, wenn Du es schaffst 6 Tage lang kein Subutex zu konsumieren. Ja, in der Regel sind die Nachweiszeiten für Buprenorphin (das ist der Wirkstoff in Subutex) 2 bis 5 Tage – nach 6 Tagen sollte es normalerweise vollständig abgebaut sein, bei regelmäßigen Konsum kann es aber auch bis zu 10 Tagen dauern.

Es hängt natürlich auch immer von der zu testenden Person ab: Geschlecht (bei Frauen dauert es oft etwas länger als bei Männern), Stoffwechsel und das vorhandene Fettgewebe (es wird nämlich im Fettgewebe gespeichert und von dort aus langsam frei gesetzt) sind einige der Indikatoren die den Abbau des Mittels beeinflussen. Im Blut ist es ca. 2 Tage nachweisbar und im Haar, je nach Haarlänge (1cm/Monat) ca. 6 Monate lang.

Subutex ist ein Medikament für die Substitutionstherapie – also eine Heroinersatztherapie – dieses Medikament sollte man nicht einfach so konsumieren. Wichtig ist, es richtig einzunehmen „sublingual“ und es ist nicht für einen nasalen Konsum (sniffen) oder eine andere Verabreichungsform gemacht.

Zudem führt Subutex schon nach 1 – 2 Wochen Dauergebrauch zu einer starken psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Nach Cleanzeiten und bei unregelmäßigem Konsum besteht ein besonderes Überdosierungsrisiko. Es muss beachtet werden, dass der Körper in Abstinenzphasen seinen Toleranzlevel zurückfährt. Die gleiche Menge Buprenorphin, die man vorher konsumiert hatte kann dann zu Überdosierungen führen. Die Kombination von Buprenorphin mit anderen Drogen bzw. Psychopharmaka stellt ein weiteres unkalkulierbares Risiko dar!

Vielleicht magst Du Dich aber an eine Beratungsstelle in deiner Nähe wenden, denn es scheint Dir schwer zu fallen eine längere Konsumpause einzulegen, wenn Du regelmäßig zum Test musst. Dort kann man auch individuell auf Deine Fragen eingehen und evtl. auch klären, warum es bei Dir offensichtlich länger braucht um vollständig abgebaut zu werden.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen,
Lieben Gruß

Rebecka Schwall – Beratungsstelle Clean Bludenz