Autor Thema: Führerscheinentzug - Probleme Amtsarzt  (Gelesen 1197 mal)

Natascha Lisa

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Hallo,

zu meiner Geschichte:

Ich hatte vor 7 Monaten einen Autounfall bin in eine Laterne geknallt.
Hatte keine Verletzungen und habe auch keinen Menschen verletzt.
Mein Auto war ein Totalschaden & ich rief die Polizei. Dort wurde festgestellt das ich 2% Promille hätte.
Da es mein erster Unfall meines Lebens war und ich auch davor getrunken hatte (ich weiß das es ein großer Fehler war und ich das niemals machen hätte dürfen) habe ich die % nicht angezweifelt da ich mich ja auch Null auskannte und zu dem Zeitpunkt im vollen Schockzustand war.

Nun gut bekam dann laut Führerscheingesetz die höchst Strafe mit 7 Monaten FS Entzug, Verkehrspsycholgischen Gutachten, Nachschulen, Leberwerte + CTD.

Habe die Nachschulungen und das Pychologische Gutachten gleich nach dem Unfall gemacht.
Jetzt 4 Wochen vor Ende des FSentzugs war ich beim Amtsarzt. Trinke sowieso nie Alkohol also hatte schöne Leberwerte und auch beim CTD keine Auffälligkeit sprich schönen Wert.
Dann sagte mir die Amtsärztin ich bekomme den Schein nicht zurück da im psychologischen Gutachten „bedingt geeignet“ steht mit Anmerkung da ich es so früh gleich gemacht habe auf Bedingung das meine Leberwerte am Ende des Führerscheinentzugs passen (Testergebnisse waren top).
Amtsarzt meinte jetzt ich brauch ein psychatrisches Gutachten und unterstellte mir das ich Alkoholkrank wäre??????
Trotz schöner Werte wo selbst mein Internist sagte selten so  gesunde schöne Leberwerte gesehen. Da frag ich mich wofür zahle ich auch noch Geld für das CTD der der Nachweis ja ist das ich KEINE alkoholikerin bin.
Hab nächste Woche meinen Termin bei der Psychaterin.
Habe aber schon trotzdem Angst vor dem nächsten Amtsarzttermin das der wieder sagt ihm passt was nicht?
Wenn nicht sollte ich da was anfechten? Ist das normal?

ME-Redaktion

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Antw:Führerscheinentzug - Probleme Amtsarzt
« Antwort #1 am: 02 März 2021 »
Sehr geehrte Natascha Lisa,

ohne ein positives verkehrspsychologisches Gutachten (VPU) wird der Führerschein nicht ausgefolgt. Es ist also unumgänglich dieses zu absolvieren.

In Ihrem Fall war es wahrscheinlich wirklich zu früh dieses gleich zu machen. Auch in Anbetracht der doch erheblichen Alkoholisierung wird natürlich ein strenger Maßstab angelegt. Bei weiterem Einhalten der Auflagen sehe ich Ihre Chancen jedoch hoch, den FS wieder zu erhalten.

Ich hoffe, dass dieser Unfall ein nachhaltiges Umdenken bei Ihnen bewirkt hat und möchte Ihnen alles Gute wünschen.

Gerhard Keckeis – Krankenhaus Maria Ebene