Autor Thema: Buprenorphin Nasal Abdosierung  (Gelesen 2024 mal)

AllesGut

  • Gast
Buprenorphin Nasal Abdosierung
« am: 07 Juli 2020 »
Hallo

Ein Bekannter ist seit Jahren frei von illegalen Substanzen.
Allerdings gebraucht er Buprenorphin in wohl kleineren Mengen, zwischen 2-4 mg.
Schon lange erzählt er mir  dass er das Medikament unbedingt absetzten möchte, da er wohl schon seit langem gar kein Verlangen mehr an Suchtmitteln hätte und ihn die Wirkung des Präparats stark stören würde. Er möchte unbedingt frei von Medikamenten sein.

Beim Abdosieren ist ihm nun aufgefallen, dass das Medikament keine 24 Stunden anhält.

Zuvor hatte er die selbe Menge in etwa sublingual eingenommen.

Laut Internetrechere ist die nasale Konsumform mit einem starken Wirkungseintritt verbunden.

Ich habe die Befürchtung, dass er sich durch den Umstieg auf nasal hochdosiert hat. Ist das so?

Um ihm bestmöglichst helfen zu können, würde mich zunächst interessieren, ob die Wirkung durch die Umstellung auf eine nasale Einnahme verstärkt wurde und wenn ja, in welchem Verhältnis?

Zudem würde ich gerne wissen, ob sich die Wirkungsdauer durch die nasale Einnahme im Vergleich zur sublingualen verändert?

Wie wäre die beste Absetzmethode, kann er bei der nasalen Konsumform bleiben, oder funktioniert das Absetzten dabei nicht und in weöchen Schritten könnte er schonend und zielführend das Medikament reduzieren?

Mit der Reduktion hat er schon angefangen. Einen Arzt zur unterstützung hat er nicht. Es würde zu lange dauern, einen Arzt davon zu überzeugen, ihm die Verantwortung der Medikamenteneinnahme komplett zu überlassen. Diese Zeit möchte er sich nicht nehmen, da er beruflich ebenfalls stark eingebunden ist.

Mir persönlich kommt er sehr stabil vor. Was er in seinem Alltag so alles bewältigt, ist unglaublich. Ich würde ihn sehr gerne unterstützen, um ein gesünderes unabhängiges Leben führen zu können.

Er nimmt sich demnächst 14 Tage frei. Er sagt, er hätte so einen Hass auf diese Zwanghafte Einnahme, dass er in dieser Zeit sofort, ohne Abdosierung, absetzten möchte.
Wäre das möglich und worauf muss geachtet werden?

Danke im Voraus für Antworten



ME-Redaktion

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Antw:Buprenorphin Nasal Abdosierung
« Antwort #1 am: 03 August 2020 »
Sehr geehrteR AllesGut,

ich würde jedenfalls wieder die Umstellung auf orale Einnahme empfehlen, nur so ist die vorgesehene Wirkstoffabgabe gewährleistet und es kommt auch nicht zur raschen Anflutung, was letztlich ausschlaggebend für den Kick und die Suchtentwicklung ist.

2 bis 4 mg Buprenorphin kann man vermutlich mit einem Schlag weglassen, es ist in der Regel mit einem Opiatentzug zu rechnen, der normalerweise zwar unangenehm, aber nicht lebensgefährlich ist. Verträglicher ist es sicherlich, wenn für 3 bis 4 Tage 2 mg Buprenorphin eingenommen wird, dann über etwa 3 Tage 1 mg. Damit wäre noch eine Woche Zeit – bei 14 Tagen insgesamt – sich vom Entzug zu erholen.

Viel Erfolg!

OÄ Dr. Kirsten Habedank - Therapiestation Lukasfeld



Gast

  • Gast
Antw:Buprenorphin Nasal Abdosierung
« Antwort #2 am: 03 September 2021 »
Bei Nasalen Gebrauch läuft wahrscheinlich die Nase, um dies zu vermeiden wäre eine Umstellung auf Sublingual zu empfehlen. Theoretisch könnte man die Dosis täglich halbieren. Die Hersteller übernehmen aber keine Garantie für eine gleichmäßige Zentrifugierung.
0,4mg wird als ein und Ausstiegs Dosis empfohlen.
Besser wäre es wohl in einer Ambulanz den Ausstieg zumachen.
Gruß Rüdiger

xx

  • Gast
Hilfe
« Antwort #3 am: 12 Dezember 2021 »
Hallo Leute, ich bin auf 22,5 mg l Polamidon und hab heute meine Dosis gleich nach der Einnahme ausgekotzt und mir gehts jetzt gar nicht gut… Kann ich zur überbrückung ne Combensan nehmen ?
Liebe Grüße