Autor Thema: Verkehrskontrolle  (Gelesen 197 mal)

Kevin

  • Gast
Verkehrskontrolle
« am: 13 September 2021 »
Hallo liebes Team,

Und zwar bin ich vor 2 Wochen in eine Verkehrskontrolle Geräten bzw ich würde aufgehalten .
Nach einen kurzen Blick auf meinen Führerschein fiel den Beamten sofort auf das ich den Code eingetragen habe das ich regelmäßig zum Amtsarzt muss bzw Urinprobe abgeben muss ,ohne Anfangsverdacht bot er mir einen urintest an und mich quasi freitesten zu können diesen lehnte ich jedoch ab.den zahlen Code bekam ich nach einer gerichtlichen Verurteilung wegen cannabis (Besitz ) obwohl ich ein psychiatrisches Gutachten vorlegen müsste welches mir einen posiviten bescheid  aus gestellt bekommen habe also volle Fahreignung ohne harnkontrolle würde mein Führerschein damals befristet. Ich erhob natürlich Einspruch und warte seit 4 Monaten auf eine Stellungnahme vom landesverwaltungsgericht. Nun züruck zu Kontrolle ,ich machte keine Angaben zum Konsum die Vorstrafe ist natürlich ersichtlich aber auch da machte ich keine Angaben. Meine Pupillen waren ganz normal auch den Test mit der Fingerspitze zu Nase konnte ich problemlos meistern. Dann leuchtet der Polizist nochmals in meine Augen und meinte meine Pupillen wären leicht zitrig. Nach kurzer Besprechung mit seinem Kollegen meinte er er würde mich einem Amtsarzt vorführen da er sich nicht sicher ist ob ich berauscht war oder nicht.der Amtsarzt fragte mich gleich zu Beginn ob ich bei ihm Harn abgeben würde welches ich ebenfalls verneinte. Auch er sieht mir in die Pupillen und meinte das meine Pupillen leicht zitrig sind, als hätte sich die Polizisten und der Arzt abgesprochen so kam es natürlich hinüber.
Ich kam gerade von einem 12 Stunden Dienst von der Arbeit und war natürlich etwas müde also attestiert der Amtsarzt mögliche beinträchtigung durch suchtgift und ermüdung.jetz zu meiner Frage ich habe vor der Kontrolle 11 Tage davor cannabis konsumiert also einen langen Abstand zwischen Kontrolle und Konsum. Ende Juli habe ich meinen letzten Drogentest beim Verkehrsamt (natürlich negativ auf alle Substanzen) abgegeben kurze Zeit spät flog ich nach Amsterdam und wie es halt so ist fließen da schon mehrere Joints in den paar Tagen. Vor diesen Urlaub war ich 1 Monat komplett Abstinenz. Wie schon gesagt 11 Tage nach dem Urlaub wurde ich angehalt und mein Führerschein auch vorläufig abgenommen. Wie viel aktives THC schätz ihr werde ich haben. Ich warte immerhin schon mehr als 2 Wochen auf mein Befund und telefonisch und auch persönlich bei der Polizei bekomme ich keine Auskunft. Kann ich meinen Führerschein wieder von der Behörde zurück verlangen?? Ich weiß das sie womöglich Abbauprodukte finden werden das istir aber so ziemlich egal da ich kiffen und fahren trennen kann befürchte ich wenn dann nur das sie aktives THC finden und ich möchte nicht auf meinen Führerschein verzichten müssen. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen. Achja ich bin 29 komme aus Wien betreibe keinen Sport und bin mittlerrr Statur.

ME-Redaktion

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4.411
Antw:Verkehrskontrolle
« Antwort #1 am: 15 September 2021 »
Hallo Kevin,

danke für Ihre Frage. Grundsätzlich gilt, wenn Sie beim Amtsarzt eine Drogentest verweigern, dass der Test als positiv gewertet wird. Aus Ihrem Eintrag lese ich aber heraus, dass Sie einerseits einen Test verweigert haben, aber auch, dass Sie auch ein Testergebnis warten. Zusätzlich müsste ich wissen, ob Sie einen Harntest oder eine Blutabnahme hatten.

Wenn Sie einen negativen Schnelltest im Juli gemacht haben, dann aber 11 Tage vor der Verkehrskontrolle sehr viel Cannabis konsumiert haben – ist es möglich dass ein Harntest positiv ausfällt – bei einem Bluttest kommt es darauf an, welche Parameter dort gemessen wurden.

Bei einem THC-Bluttest lässt sich der eigentliche, psychisch aktive Wirkstoff nur ungefähr vier bis sechs Stunden lang nachweisen. Dies ist abhängig von der Konsumhäufigkeit und der Menge. Wird hingegen die THC-Carbonsäure gemessen, ist das Testergebnis bei einmaligem Konsum für 1 bis 3 Tage, bei mehrmaligem Konsum für 3 bis 7 Tage und bei regelmäßigem Konsum über mehrere Wochen positiv.

Über das Testergebnis müssten Sie aber informiert werden bzw. das Ergebnis müsste auch an Sie gehen. Wenden Sie sich an die Führerscheinstelle und/oder den Amtsarzt der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat. Falls sowohl der Amtsarzt und die Polizei Ihnen aber keine Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit attestiert hat, würde ich bei einem Führerscheinentzug eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Wenden Sie sich an eine Drogen/Suchtberatungsstelle (zum Beispiel Verein Dialog) in Ihrer Nähe – diese haben vielleicht jemanden vor Ort oder können Ihnen einen Rechtsanwalt empfehlen, der sich mit Führerschein und Drogenkonsum gut auskennt – in einem persönlichen Beratungsgespräch lassen sich Ihre Fragen auch sicherlich leichter klären falls noch etwas offen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Rebecka Schwall, Beratungsstelle Clean Bludenz
T +43 5552 650 40