Autor Thema: Am Ende mit meiner Kraft  (Gelesen 82 mal)

Suna

  • Gast
Am Ende mit meiner Kraft
« am: 24 Juli 2020 »
Was soll ich nur tun?????
Kurz zum Problem: mein Sohn (38 und Schattenkind) ist schon lange drogensüchtig. Alle haben sich schon abgewandt von ihm und auch ich bin 2009 geflüchtet in ein anderes Bundesland. Er hat immer wieder gearbeitet um sich das ganze finanzieren zu können. Dann hatte er einen schweren Unfall mit Schädel- Hirn- Trauma. Statt weg von den Drogen hat es sich verschlimmert und er würde straffällig. Er konnte Therapie statt Strafe antreten. Danach war klar, dass er, wenn er nach Hause zurück geht wieder auf der Straße landen würde, ohne Wohnung ohne Job ohne Hilfe.
Ich hab ihn bei mir aufgenommen damit er eine Chance hat. Meist ging es gut nur zwischendurch immer wieder Zusatzkonsum zur Substitution.....immer wieder. Im September wollte er endlich loskommen von allem. Er hat sich in Mauer angemeldet und konnte im Februar kommen. Dank Corona könnte 9 Wochen bleiben. Anschließend habe ich ihm noch 3 Wochen in einer privaten Einrichtung spendiert zum festigen. Seit 6. Juli ist er wieder zu Hause und sagt daß er froh ist das hinter sich zu haben. Jetzt hat er seit einer Woche eine schwere Lungenentzündung. Ich wollte ihm Tee bringen und hab ihn erwischt wie er gerade wieder etwas nehmen wollte.
Ich bin fast durchgedreht, da es immer wieder Mal vorkam dass er sich zusätzliche Substitution??  gekauft hat. Im Laufe der Zeit hätte er über 6.000  Euro Schulden angehäuft!!!!  Damit er neu beginnen kann nach der Therapie hab ich auch das übernommen.. ( war nur möglich weil i h etwas geerbt habe). Und nun heute das.....,
Mein Problem ist, daß ich diese Situation nicht mehr aushalten, andererseits könnte ich es nicht verkraften wenn er wieder auf der Straße landen würde. Er ist im Grunde seines Herzens ein guter, fleißiger Mensch.  Er hilft mir auch mit seiner behinderten Schwester - nur ich habe meine Kraft mehr für diese immer wiederkehrenden Theater und den damit einher gehenden Lügen.
Ich hoffe sehr auf einen guten Rat, biiiitte

ME-Redaktion

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Antw:Am Ende mit meiner Kraft
« Antwort #1 am: 29 Juli 2020 »
Sehr geehrte Suna,

vielen Dank für Ihren Eintrag in unser Forum.

Wichtig ist auch für die eigene Gesundheit innezuhalten und die eigene Situation anzuschauen, denn im nahen Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen eignet man sich Verhaltensweisen an, die das Zusammenleben möglich machen. Manches schleicht sich ein ohne, dass man es bemerkt.

Wir können Ihnen nur raten, eine Entscheidung für sich selbst zu fällen, die Reißleine zu ziehen und Hilfe anzunehmen. Denn so wie Sie Ihre Situation beschreiben weiß ihr Sohn, dass sein Verhalten keine Konsequenz haben wird.

Aus unserer Erfahrung ist es sehr schwierig für Abhängige, aber auch für Bezugspersonen alleine aus der Situation herauszukommen. Wir bieten in unserer Beratungsstelle Clean in Bregenz, Feldkirch oder Bludenz auch Gespräche für Bezugspersonen an, wenn der direkt Betroffene noch keine Hilfe in Anspruch nehmen will. Wenn sie eine persönliche Unterstützung suchen, sind wir gerne bereit Sie zu unterstützen eine solche zu finden.

CLEAN Bregenz: T 05574 45400
CLEAN Feldkirch: T 05522 38072
CLEAN Bludenz: T 05552 65040