Autor Thema: Substi auf Methadon  (Gelesen 36 mal)

NINa

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Substi auf Methadon
« am: 29 Juni 2020 »
Hallo, ich war seit Jahren auf Substi auch i.v. wollte weg kommen also hab ich mit Methadon bekommen (meiner meinung nach viel zu viel vom Arzt...Substi hab ich 520 mg bekommen (manchmal mehr genommen) dann vom Methadon am Anfang 85mg...hab nur beim Abholen so viel getrunken und hab selber immer weniger davon genommen. Ich hört schon öfters das auf M. der Entzug viel schlimmer ist. Bekomme seit ca. 5 Monaten M.

Die letzten Tage hab ich wirklich nur ein paar Tropfen genommen (vllt einfach nur für die Psyche)
Es geht mir zwar allgemein gut aber hab immer wieder Kälte empfindlichkeit, müdigkeit, wenig motivation usw.

Sollte ich mir noch irgendwas verschreiben lassen oder bin ich eig. eh scgon so gut wie unten. Ich nehme in der früh und am abend wirklich nur paar Tropfen davon.
Gibt es etwas damit diese nebenwirkungen nicht mehr so schlimm sind aber ohne das ich wieder auf etwas drauf bin?

Vielen dank für eurer hilfe

ME-Redaktion

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Antw:Substi auf Methadon
« Antwort #1 am: 01 Juli 2020 »
Sehr geehrte Nina,

nun haben Sie den Entzug ja fast geschafft! Die von Ihnen beschriebenen Entzugssymptome werden vermutlich in wenigen Tagen verschwinden, wenn Sie das Methadon vollständig weglassen. Möglicherweise steckt hinter der Antriebslosigkeit auch eine leichte depressive Symptomatik. Hier kann es helfen, sich mit Menschen zu treffen, die einem gut tun, mit denen Sie vielleicht auch etwas Bewegung an der frischen Luft unternehmen können, das vertreibt die Müdigkeit. Wenn das nicht hilfreich ist, kann auch ein mildes Antidepressivum verordnet werden, vor allem wenn zusätzlich Schlafprobleme bestehen.

Ein spezifisches Medikament gegen die Entzugssymptome würde ich nicht empfehlen, weil diese wiederum auf die Opiatrezeptoren wirken und damit den Entzug nur hinauszögern.

OÄ Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld