Autor Thema: Substitol  (Gelesen 316 mal)

A.

  • Gast
Substitol
« am: 16 Januar 2020 »
Hallo, ich hoffe Ihr könnt mir irgendwie helfen.
Mein Freund hat 2 Jahre Heroin genommen und damit aufgehört und seit einem Jahr spritzt er sich Substitol.
Ich würde gern mit ihm ein kalten Entzug machen und würde gern Wissen was zu beachten ist und ob er länger dauert als bei Heroin oder sogar schlimmer ist.

Was mir aber große Sorgen macht ist das Wachs, weil ich erfahren habe das kann auch im Blut bleiben, kann man was dagegen machen bzw wie kann man das untersuchen?

Neji

  • Gast
Antw:Substitol
« Antwort #1 am: 19 Januar 2020 »
[quote author=A. link=topic=9002.msg15262#msg15262 date=1579175286]
Hallo, ich hoffe Ihr könnt mir irgendwie helfen.
Mein Freund hat 2 Jahre Heroin genommen und damit aufgehört und seit einem Jahr spritzt er sich Substitol.
Ich würde gern mit ihm ein kalten Entzug machen und würde gern Wissen was zu beachten ist und ob er länger dauert als bei Heroin oder sogar schlimmer ist.

Was mir aber große Sorgen macht ist das Wachs, weil ich erfahren habe das kann auch im Blut bleiben, kann man was dagegen machen bzw wie kann man das untersuchen?
[/quote]

das muss man doch abschöpfen, oh man!! klar auch dann können kleine reste in den körper kommen, aber eben nur n bisschen.
wahrscheinlich noch nie was von mikrofiltern bzw. spritzenvorsatzfiltern gehört?

das verklebt die venen. n großes blutbild sollte er auf jedenfall machen lassen.

ME-Redaktion

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Antw:Substitol
« Antwort #2 am: 21 Januar 2020 »
Hallo A.,

anhand ihrer Angaben kann ich an sich keine verlässliche Antwort geben. Ein körperlicher Entzug ist immer individuell recht verschieden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt von der konsumierten Menge. Ich empfehle eher eine Entzugsbehandlung in einer stationären Einrichtung.

Durch die intravenöse Zufuhr von Talkum können folgende teilweise irreversible Schäden vor allem an Lunge, Leber, Nieren und Retina mit der Folge von Funktions- und Visuseinschränkungen hervorgerufen werden. Weiter mögliche negative Folgen von iv-Konsum sind infektiöse Herzklappenschädigungen sowie Abszesse und Nekrosen.

Eine Methode, Talkum im Blut zu erkennen, ist mir nicht bekannt. Die Lungenschädigung kann über eine chronische Entzündungsreaktion zu einer Lungenfibrose und einem Lungenemphysem führen.

OÄ Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld