Autor Thema: Substitolentzug - Wie ist es machbar?  (Gelesen 376 mal)

Mr. XY

  • Gast
Substitolentzug - Wie ist es machbar?
« am: 05 Januar 2020 »
hallo...

ich bin inzwischen echt verzweifelt; folgendes:
ich werde auch mit substitol substituiert. ich bin seitdem stabiler und habe auch keinerlei nebenwirkungen, etc.

allerdings bin ich nun nach 5jahren substi, natürlich ohne takehome, dabei substitol abzudosieren (war auf 700mg) und ich habe keinerlei ahnung, wie ich es auf 0 schaffen soll. ab 90mg war es so eklig und widerlich und grausam und ich nach 3 wochen immernoch so arg affig, dass ich nun vor 3 tagen auf 150 wieder hoch gegangen bin.

da ja 30er die geringste dosis ist und ich kein takehome bekomme, so dass ich selbst kügelchen zählen und kügelchen für kügelchen runter könnte, wird das echt extrem schwer, sogar so schwer das ich wirklich null weiß wie ich jemals da runter kommen soll ohne wochen- bzw. monatelang zu leiden und gar nichts mehr auf den schirm zu bekommen.

mehr als das ich mich jetzt in 30er schritten, anstatt von 200 auf 120 und dann auf 90 zu gehen, nun wieder auf 90 runterdosieren lasse, mir dann genügend subu hole, es mörsere, häufchen mache, mich dann zuhause einschließe, es ziehe und ab dem zeitpunkt nicht mehr zur substi gehe, fällt mir nichts ein.

wer hat es geschafft und kann berichten, wie er es geschafft hat? vllt gibt es ja noch andere brauchbare alternativen :)

ME-Redaktion

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Antw:Substitolentzug - Wie ist es machbar?
« Antwort #1 am: 08 Januar 2020 »
Sehr geehrter Mr. XY,

dazu kann ich aus ärztlicher Sicht nur bedingt etwas sagen, da ich ja selbst keine Erfahrungen habe: Ich kann nur empfehlen, nochmals ggf. mit Hilfe der psychosozialen Betreuung an den Vor- und Nachteilen der Substitution zu arbeiten. Motivierend kann ein klares Ziel für das Leben ohne Substitution sein. Auch finde ich es nicht so dramatisch, das Aufdosieren auf 150 mg, besser als ein Rückfall. Offenbar ist Geduld gefragt. Vielleicht hilft ein stationärer Entzug?

OÄ Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld

Neji

  • Gast
Antw:Substitolentzug - Wie ist es machbar?
« Antwort #2 am: 16 Januar 2020 »
ich möchte ja auch raus. da brauche ich an nichts arbeiten, aber ab 90mg substitol ists echt heftig. da habe ich mich nur gequält. das war grausam.

am besten jetzt wieder nach und nach auf 90mg runtergehen und dann einfach kalt raus oder kennen Sie iwas zur unterstützung wenigstens?

in eine klinik gehe ich definitiv nicht mehr. das hat intime gründe und einzelzimmer gibt es keine leider. sonst wäre es ja vielleicht noch möglich.

ME-Redaktion

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Antw:Substitolentzug - Wie ist es machbar?
« Antwort #3 am: 21 Januar 2020 »
Hallo Neji,

es gäbe durchaus unterstützende Medikamente und auch andere Maßnahmen wie Akupunktur, Bewegung, Ablenkung und Zuwendung. Die ärztliche Verordnung von Medikamenten sollte immer im Rahmen eines persönlichen Gesprächs und einer ärztlichen Untersuchung erfolgen. Sofern Sie aus Österreich sind, wäre auch ein kurzer Aufenthalt in der Therapiestation Lukasfeld zum stabilisierenden Entzug möglich, hier gäbe es neben zwei Zwei-Bett-Zimmern auch zwei Einzelzimmer.


OÄ Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld