Autor Thema: Substitol entzug  (Gelesen 59 mal)

Nina

  • Gast
Substitol entzug
« am: 24 November 2019 »
Hallo. Was für ein tolles Forum ,echt gut das es sowas gibt und uch es gefunden habe!
Meine Frage:
Ich nehme täglich 400mg substitol, leider oft IV.
Seit einem halben Jahr ca
Ich möchte schnell entziehen, ambulant oder alleine.
Wie soll ich das am Besten machen? Zuerst nur täglich schlucken und dann reduzieren? In welchen Abständen?
Was sind die Risiken des IV Konsums von Substitol? ( Ich hoffe wenn ich diese besser kenne und sie mich abschrecken kann ich es eher sein lassen)

Andere frage noch: ich bin aus Graz Gegend, gibt es irgend eine stagionäre Entzugsklinik wo nur Frauen sind? Mein letzter (und erster) Entzug stationär hab ich abgebrochen.(benzos und substitol) Aber ich bin jetzt wenigstens von den Benzos weg, was super ist.

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Antw:Substitol entzug
« Antwort #1 am: 28 November 2019 »
Hallo NIna,

zum Reduzieren wäre eine ausschließlich orale Einnahme sicher sinnvoll. Substitol könnte in 100-mg-Schritten reduziert werden. Am besten in Absprache mit einem subsituierenden Arzt über einen längeren Zeitraum hinweg. Wichtig ist zu beachten, dass nach einem Entzug die Rückfallgefahr und damit die Möglichkeit einer Überdosierung besonders hoch sind. In welchen Abständen die Dosis reduziert werden kann, ist individuell verschieden und kommt auf die Gesamtsituation drauf an (soziales Netzwerk, Tagesstruktur, psychische Befindlichkeit). Der intravenöse Gebrauch von Substitol birgt einerseits Gefahren durch den iv-Konsum wie Infektionen, hier vor allem Hepatitis C und Abszesse mit allen weiteren Folgen wie bspw. Entzündungen des Herzbeutels, außerdem kann durch das im Substitol enthaltene Talkum zu feinen Ablagerungen in den feinen Blutgefäßen und damit u.a. zu Lungenschäden oder Sehschädigungen kommen.

Wenn Sie schnell absetzen möchten ohne eine gröbere Entzugssymptomatik, empfehle ich eine Reduktion um 100 mg jede Woche.

Eine spezielle Entzugsklinik nur für Frauen ist mir nicht bekannt, allerdings bietet m.W. der Grüne Kreis Entwöhnungstherapien nur für Frauen an.

Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld