Autor Thema: Substitution / Operation  (Gelesen 405 mal)

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Substitution / Operation
« am: 17 April 2019 »
Liebes Ärzteteam!

2011 habe ich es geschafft von allen Drogen loszukommen, bekam i.d.F. 800Mg Substitol täglich und nehme  -nach einer Reduktion vor 3 Jahren-  180Mg Mundidol Uno Retard.

Ich hatte Gott sei Dank seit 2011 niemals einen Rückfall oder Probleme in der Substitution.

Nun möchte ich endlich meine Brust-OP durchführen lassen und habe folgende Frage:

Besteht eine Gefahr, dass durch die Narkose bzw. die anschließenden Schmerzmittel eine Sucht wieder ausgelöst werden könnte oder ich danach mit der aktuellen Substitutionsmenge nicht mehr auskomme??  (Falls eventuell f.d. OP Morphium-Medikamente verwendet werden).

Vielen Dank für Ihr Feedback

ME-Redaktion

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Antw:Substitution / Operation
« Antwort #1 am: 09 Mai 2019 »
Liebe Userin, lieber User,

bei geplanten Operation ist es immer sinnvoll den behandelnden Ärzten im Vorfeld die gesamte Liste der eingenommenen Medikamente anzugeben. Bei der derzeitigen Dosis von  180 mg Mundidol täglich muss die Narkose entsprechend adaptiert werden. Da es im Rahmen einer Narkose zu einer Analgosedierung kommt, besteht keine Gefahr eines vermehrten Suchtdrucks nach der Operation. Postoperativ muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Schmerzmedikation in Dosis und Dauer der Verabreichung vom behandelnden Arzt engmaschig kontrolliert wird. Idealerweise ist in dieser Phase postoperativ auch die Gabe von Opioiden nicht notwendig.

Alles Gute und mit freundlichen Grüßen
Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Willis – Krankenhaus Maria Ebene