Autor Thema: Amtsarzt-Urintest  (Gelesen 92 mal)

Daniel

  • Gast
Amtsarzt-Urintest
« am: 20 Juli 2018 »
Hallo liebes Maria-Ebene Team,

Ich bin 32 Jahre alt, komme aus Österreich und fahre seit 15 Jahren unfallfrei Auto!, Nun möchte ich den Motorradschein machen.
Bei der ärztlichen Führerschein Untersuchung habe ich angegeben, dass ich regelmäßig Medikamente gegen meine Depression einnehme. Aufgrund dessen, musste ich zum Amtsarzt wegen einer Fahrtauglichkeits Überprüfung. (angeblich Routine). Von seiten meines Psychiaters, bestehen überhaupt keine Bedenken in Bezug auf die Fahrtüchtigkeit da ich schon länger gut eingestellt bin.

Nun zu meinem Problem, da ich voriges Jahr für 2 Wochen in einem Krankenhaus für Psychiatrie wegen meiner Depression in Behandlung war, wollte der Amtsarzt einen Arztbrief, bzw Befunde vom Aufenthalt sehen.
Darf der Amtsarzt überhaupt Einsicht in diese Krankenhausakte anfordern??
Der Amtsarzt meinte, ich müsste Ihm diese Akte nachbringen, damit die Fahrtauglichkeitsüberprüfung abgeschlossen werden kann.
Zufälligerweise hatte ich einen Arztbrief von meinem Krankenhausaufenthalt mit, und ohne viel nachzudenken, gab ich ihm Diesen. Dummerweise stand in diesem Befund etwas von meinem Cannabis Konsum..
Von freundlich zu unfreundlich wurde ich zum Urintest gebeten, der natürlich positiv ausfiel da ich am Vorabend noch etwas geraucht habe..
Der Amtsarzt meinte, ich müsse nun 3 negative Urinproben abgeben, damit ich den A-Schein weiter machen darf. Er meinte nett zu sein und sagte, er könne auch 5 negative Tests anfordern..
In welchem Abstand kann man nun diese Proben abgeben. Monatlich?
Ich bekam aber kein Schreiben mit, er meinte ich müsste selber diese Proben abgeben.
Er drohte mir auch damit, mit dem B-Führerschein deswegen Probleme zu bekommen (kann das passieren?) ...

Ich habe jetzt aufgehört zu kiffen, da ich in ca einem Monat die erste Probe abgeben will, sofern ich clean bin.
Möchte das alles so schnell wie möglich hinter mir bringen.
Desweiteren wollte ich wissen, ob dieser positive Test nun in einer Polizeiakte aufscheint??, angenommen Ich habe in einem Jahr eine Verkehrskontrolle, steht dann etwas in der Polizeiakte drinnen in Bezug auf diesen Test?

Gibt es noch versteckte Konsequenzen die ich zu erwarten habe? Ich gebe 3 negative Urinproben ab und dann sollte
das Thema erledigt sein, oder?

Vielen Dank im Voraus,

Mfg Daniel


ME-Redaktion

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3.853
Antw:Amtsarzt-Urintest
« Antwort #1 am: 25 Juli 2018 »
Hallo Daniel,

der Amtsarzt bzw. die Verwaltungsbehörde hat aufgrund der Rechtslage bzgl. der Feststellung der gesundheitlichen Eignung zur Lenkung eines Kfz weitreichende Möglichkeiten – u.a. auch bzgl. der Einforderung von  Unterlagen, Befunden, Gutachten etc. in diesem  Zusammenhang.

In den polizeilichen Datenbanken sollte hier nichts aufscheinen,  da der positive Testbefund im Rahmen der (amts-)ärztlichen Abklärung aufscheint und nicht im Rahmen einer bspw. polizeilichen/gerichtlichen Ermittlung.

Weitere „versteckte“ Konsequenzen sollte es hier auch nicht geben, sondern eben mit diesen 3 negativen Tests abgetan sein.

Beratungsstelle Clean Bregenz

Daniel

  • Gast
Antw:Amtsarzt-Urintest
« Antwort #2 am: 25 Juli 2018 »
Vielen Dank für die Antwort! Das beruhigt mich zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel