Autor Thema: Gras, Alkohol  (Gelesen 253 mal)

Lena

  • Gast
Gras, Alkohol
« am: 24 Mai 2018 »
Hallo,

Ich habe folgendes Problem. Früher habe ich ab und an getrunken, und auch öfter mal gekifft (nicht gleichzeitig).
In den letzten 2 Monaten hatte ich sehr viel Stress. Zuerst hatte ich eine Mikrolaryngoskopie, da lief alles gut.
Einen Monat später hatte ich einen Unfall, mir platzte die Wärmflasche auf dem Schoß. Mehrere Tage Krankenhaus und Verbrennungen die knapp am dritten Grad vorbeigeschrammt sind. Das alles ist dann abgeheilt, in der Zeit konnte ich nur liegen. Jetzt wo es mir wieder besser geht, fühle ich mich immer noch ständig matt. Beim Trinken von Alkohol fühle ich mich jetzt total unwohl, und wenn ich Gras rauche (wobei ich früher nie Probleme hatte) fühle ich mich nur selten wohl, und am nächsten Tag habe ich oft Momente, in denen mir dann heißkalt wird, oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Generell fühle ich mich etwas psychisch instabil. Kann das mit dem Unfall zusammenhängen? Dass ich bei den Verbrennungen so eine Art Schock erlitten habe?
Gibt es einen Arzt den ich so etwas fragen könnte?

ME-Redaktion

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3.908
Antw:Gras, Alkohol
« Antwort #1 am: 25 Mai 2018 »
Sehr geehrte Lena,

jede schwere Erkrankung kann zu einer erhöhten Reagibilität auf Außenreize führen. In der Psychiatrie nannte man dies Durchgangssyndrom. In dieser Zeit, welche auch länger andauern kann, sollte der Konsum von psychotropen Substanzen dringend vermieden werden, da die Übermäßige Reaktion auf diese Substanzen auch Gefahren in sich birgt. Da eine Verbrennung eine schwere Erkrankung ist, könnte dies schon eine Erklärung sein.

Sie sollten jedoch auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Die Symptome, die Sie beschreiben, können auch auf eine Entzündung oder sonstige organische Schädigung nach der Verbrennung hindeuten - oftmals sind psychische Symptome die ersten Hinweise einer organischen Schädigung, welche ohne Behandlung schlimmer werden könnte. 

Prim. Dr. Michael Willis – Krankenhaus Maria Ebene