Autor Thema: Anfrage bzgl Nuthhanfanbau.  (Gelesen 315 mal)

Friedrich

  • Gast
Anfrage bzgl Nuthhanfanbau.
« am: 25 April 2018 »
Guten Tag. Meine Verehrung.

Hätte hier eine Erstinformationsfrage die das LPD-W nicht zu beantworten in der Lage ist.
Hoffentlich können sie mir weiterhelfen.

Ich habe eine Anfrage bzgl. CBD-Gras. Legales CBD-Gras-Blüten etc.(thc<0,3%) werden bei uns frei
in Geschäften verkauft. Wie sieht es da mit dem Anbau aus? Dürfte man diese thc-reinen Sorten
auch Zuhause in eigenen Garten anbauen ohne das man damit mit dem Gesetzt in Konflikt kommt?
Es geht also um den Anbau von Nutzhanf also diesen Sorten die im EU-Nutzhanfsortenkatalog aufgelistet sind.

Ich weiß das THC-Cannabis wegen den Blüten dann illigal wird, aber ich möchte
sie ja nicht jedesmal ausreißen wenn sich Spuren von Blütenständen entwickeln.
Deshalb möchte ich gerne THC-reine Sorten verwenden. Und was macht dann die Polizei
wenn sie sie findet. Reißen sie die Pflanzen aus, auch wenn es sich um Nutzhanfpflanzen handelt?

Vielen Dank.

Hochachtungsvoll.

Markus

  • Gast
Antw:Anfrage bzgl Nuthhanfanbau.
« Antwort #1 am: 27 April 2018 »
Soviel ich weiß ist auch der Anbau von Nutzhanf Bewilligungspflichtig,aber ich denke Du solltest diese Frage an das Agrarministerium stellen die müssten da ganz genau Bescheid wissen.
MfG Markus

ME-Redaktion

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Antw:Anfrage bzgl Nuthhanfanbau.
« Antwort #2 am: 27 April 2018 »
Hallo Friederich,

in der Tat ist diese Frage nicht sehr leicht zu beantworten.

Seit der letzten Adaptierung (30.10.2017) sind aus der Suchtgiftverordnung  ausgenommen:

– die Blüten- oder Fruchtstände jener Hanfsorten, die
1. im Gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten gemäß Artikel 17 der Richtlinie 2002/53/EG des Rates vom 13. Juni 2002, ABl. Nr. L 193/2002 S. 1, oder
2. in der österreichischen Sortenliste gemäß § 65 Saatgutgesetz 1997, BGBl. I Nr. 72/1997, in der geltenden Fassung,
angeführt sind und deren Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,3 % nicht übersteigt,

– Produkte aus Nutzhanfsorten, die im ersten Spiegelstrich angeführt sind, sofern der Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,3 % vor, während und nach dem Produktionsprozess nicht übersteigt und daraus nicht leicht oder wirtschaftlich rentabel Suchtgift in einer zum Missbrauch geeigneten Konzentration oder Menge gewonnen werden kann.

Somit dürfen, unserer Meinung nach in Österreich die von Ihnen genannten Sorten angebaut werden, solange die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden (Handel, Verbreitung unterliegt wiederum speziellen Bestimmungen).
Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass die Pflanzen für z. B. Nachbarn, Exekutivbeamte etc. optisch nicht von potenten (THC-haltigen) Cannabispflanzen bzw. -produkten zu unterscheiden sind. Es muss also damit gerechnet werden, dass bei einem Fund die Pflanzen beschlagnahmt und zur Anzeige gebracht werden, da eine Bestimmung des THC-Gehalts in der Regel erst im Nachhinein erfolgt. Somit sind eine fundierte Rechtsberatung bei einem Experten sowie Laborergebnisse, welche belegen, dass die Pflanzen nur 0,3 % THC enthalten zu empfehlen.

Christian Rettenberger, BA
SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe
« Letzte Änderung: 27 April 2018 von ME-Redaktion »

Friedrich

  • Gast
Antw:Anfrage bzgl Nuthhanfanbau.
« Antwort #3 am: 27 April 2018 »
Ok. Danke. Machmal könnte ich mich über den Leviathan namens Staat wirklich ärgern.

Ich habe noch Anfragen ausständig. Sollte ich da was neue intressantes
erfahren werde ich es hier vermerken. Danke euch für die Antworten.