Autor Thema: Morphinentzug  (Gelesen 193 mal)

Tanja

  • Gast
Morphinentzug
« am: 20 März 2018 »
Hallo
Ich nehme seit 2 jahren Morphium und bin gerade dabei einen Kaltentzug zu.machen seit 4 tagen.
Ich wollte wissen wie lange das ganze dauert und was in der Zeit noch alles auf mich zu kommt.
Fühle mich schlapp unruhig hab Muskelkràmpfe und scbmerzen Übelkeit und Kopfschmerzen muss dazu sagen macbe das auf eigene Faust da ich keine Medikamentöse Unterstützung möchte wann ist das Größte überstanden und gehe ich vielleicht doch ein Risiko ein wenn ich weiter mache
Danke für die Hilfe

PhilippAustria

  • Gast
Antw:Morphinentzug
« Antwort #1 am: 20 März 2018 »
Hi Tanja

Hab vor 1 Woche von 800mg oxycodon/Tag entzogen.
auf wieviel warst du am Tag? Waren es retard oder normale Tabletten?
Wie hast du konsumiert ?
Faustregel: je kürzer die Wirkdauer des konsumierten Opioids desto heftiger der Entzug . Zb wenn du IV konsumiert hast ist es heftiger als oral.

Generell dauert der körperliche Opioidentzug 76h. Nach 76h geht's stetig bergauf. :-)
Ich habe mit Lyrika und Benzos entzogen (Gefahr der Suchrverlagerung!).

Was dir helfen kann :
Spazieren und Sport wenn möglich.
Magnesium gegen die Krämpfe
Vitamin D / Sonne / Solarium gegen die Depris im Winter
Benzos / Lyrika / Ev Clonidin
Loperamid (gegen Durchfälle)
Naloxon / Naltrexon kann helfen clean zu bleiben

Weißt du schon wie es nach dem entzug weitergehen soll ?
Was machst du in Zukunft wenn es mal nicht so läuft ?
Was war deine Motivation den Entzug zu machen?

Lg
Philipp


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Antw:Morphinentzug
« Antwort #2 am: 22 März 2018 »
Hallo Tanja,

ich gehe davon aus, dass das schlimmste schon vorbei ist und Du Dich mittlerweile schon etwas besser fühlen müsstest. Das größte Risiko nach einem Entzug ist die Gefahr des erneuten Konsums, da es extrem schnell zu einer (evtl. auch tödlichen Überdosierung) kommen kann. Häufig ist es nicht so einfach, plötzlich ohne Morphine den Alltag zu gestalten. Ich empfehle die Kontaktaufnahme mit einer psychosozialen (Drogen-) Beratungsstelle oder gute unterstützende soziale Kontakte! In der Regel ist ein Opiatentzug zwar äußerst lästig, aber weitgehend ungefährlich.

OÄ Dr. Kirsten Habedank – Therapiestation Lukasfeld