Autor Thema: Urintest  (Gelesen 290 mal)

Manfred

  • Gast
Urintest
« am: 18 Dezember 2017 »
Hallo mein Name ist Manfred. Ich benutze cannabis um meine öffters auftretende Schlaflosigkeit zu bekämpfen und Ich würde gerne ein paar fragen zum Urintest stellen.

Ich und ein freund wurden vor etwa 5 Wochen in meinem Auto von der Polizei erwischt. Allerdings war das einzige das sie gefunden haben ein fast leerer Grinder ( ca. 0.2 gramm) und ein Plastik beutel der bis auf ein paar rückstenden leer war. Die Polizisten sagten zu uns wier sollen in 2 tagen bei der Polizeistation sein. Als wir dort wahren verweigerten wir jede Ausage wem das zeug gehört und das wir schon einmal thc konsumiert haben. Der Polizist sagte uns gleich wir sollen vorort den Urrintest machen, das verweigerten wir auch. Dannach sagte er wir werden Angezeigt und bekommen einen Gerichtsbrief und einen Brief von der BH.

Hier meine Fragen:
1. Darf der Polizist uns wegen so einer kleinen menge überhaupt Anzeigen?
2. Was passiert wenn ich den Gerichtsbrief erhalte?
3. Der Polizist behauptete der Gerichtsbrief kommt in 2-3 Wochen zu uns nach Hause aber es ist jetzt schon 5 Wochen her. Kommt der Brief noch?
4. Wie lange ist thc im Urin? ( Ich habe vor 5 Wochen das letzte mal Konsumiert und vorher fast täglich. Muss ich mir noch sorgen machen das ich positiv bin?)
5. Der Polizist behauptete auch das der BH brief in 3 Wochen kommt. Aber der Brief ist noch nicht da. Kommt er noch?
6. Was soll ich tun wenn der Brief in 2 Wochen immer noch nicht da ist? Soll ich Anrufen und nachfragen oder soll ich abwarten?
7. Welche folgen kann ein Positiver Urintest bei der Bh haben? Kann ich meinen Führerschein verlieren?
8. Der Polizist meinte auch wir müssen villeicht 1 Jahr lang alle 2 Wochen einen Urintest machen. Das ist doch übertriben oder? 
9. Darf uns der Polizist überhaupt Anlügen und so übertreiben nur das wir gestehen?
10. Und zum Schluss sagte er noch wir sind ein Jahr vorbestraft und können uns keine Fehler erlauben. Kann er das wegen so einer kleinen menge machen?

Ich weiß das sind sehr viele fragen, aber ich hoffe ihr könnt mir ein paar beantworten.
Vielen dank schon mal im vorraus!

Mflg Manfred

Annonymous

  • Gast
Antw:Urintest
« Antwort #1 am: 18 Dezember 2017 »
Hallo Manfred,

Ich bin kein richtiger Experte. Die meisten Infos habe ich aus diesem Forum. Andere Quellen stimmten bisher überein. Liebes Mariaebene Team: Bitte bessert mich aus, wenn etwas unrichtig sein sollte.

Erstmal: Die Aussage verweigert zu haben, erachte ich in eurem Fall für klug.

1. Ja
2. Vermutlich das gleiche, wie bei allen anderen hier, nämlich, dass die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung zurücktritt, und ihr eventuell mal zum Amtsarzt müsst. Der darf dann einen Urintest einfordern, was euch nicht zur Abgabe verpflichtet - eine Verweigerung kann die Wiederaufnahme des Verfahrens durch den Staatsanwalt zur Folge haben. Was im Falle eines positiven Urintests geschieht, würde ich auch gerne wissen.
3. Die behaupten alles mögliche. Sieht so aus, als hätten die Staatsanwälte gerade sehr viel zu tun.
4. Vier bis zwölf Wochen .. schau dich mal ein bisschen hier im Forum um.
5. Die Handlanger können nicht wissen, wie lange die Justiz braucht.
6. Nach einer erfolgten Anzeige ist der Staatsanwalt verpflichtet, einzuschreiten. Der Brief wird irgendwann kommen. Bis dahin ist nichts zu tun.
7. Theoretisch ja. Nicht zwingendermassen.
8. Was passiert, ist nicht vom Polizisten abhängig, sondern vom Amtsarzt oder Richter
9. Nein, dürfte allerdings üblich sein.
10. Vorstrafen gibt es nur vom Richter, nicht vom Polizisten. Reine Angstmache.

Vorfälle dieser Art häufen sich zur Zeit. Die neue Regierung benötigt wohl medial schlagkräftige Argumente für die sauteure Aufstockung der Sicherheitsressorts. Harmlose Kiffer mit Urintests zu überführen, ist wohl die billigste Methode, Suchtgiftstatistiken zu manipulieren. Konsumenten harter Drogen sind wesentlich schwerer zu überführen, als THC Konsumenten, da alle anderen Substanzen nur einige Tage, THC aber bis zu mehrere Monate im Urin nachweisbar bleibt. Die ersten Berichte der von der ÖVP finanzierten Medien über vermehrte Suchtgiftfälle im Strassenverkehr waren ja schon zu hören.

Viel Glück!
Anonnymous

Manfred

  • Gast
Antw:Urintest
« Antwort #2 am: 18 Dezember 2017 »
Vielen Dank Annonymous! Ich finde auch die Aussage verweigert zu haben war eine sehr gute entscheidung!
Deine Antworten haben mir sehr geholfen aber ich hätte noch ein paar fragen zu deinen Antworten und ich wäre sehr Froh wenn mir diese, jemand beantworten könnte.

1. Könnte es auch sein das der Gerichtsbrief und der Bh Brief nur leere Drohungen waren und nie ein Brief abgeschickt wird?
2. Oder das die Staatsanwaltschaft oder die Bh entschieden hat das der fall zurück genommen wird und garkein Brief kommt?
3. Was wäre wenn der Bh Brief zum Urintest kommt und ich Negativ bin, müsste ich dann bei erhalt des Gerichtsbriefes einen weiteren Urintest befürchten oder könnte ich ihn sogar ablehnen, und darauf verweisen bereits einen gemacht zu haben (um einer Wiederaufnahme des Verfahrens zu entgehen)? ( kann ich nach dem 1. Urintest wieder sorgenfrei Cannabis Konsumieren?)

Vielen Dank schon mal im vorraus ich Freue mich über jede Antwort! ( ;

Mflg Manfred