Autor Thema: Heroinentzug zuhause  (Gelesen 4872 mal)

Mag. S.

  • Gast
Heroinentzug zuhause
« am: 10 Oktober 2015 »
Hallo,
ich bin am Ende meiner Kräfte und auf dieses Forum gestossen, welches mir äußerst kompetent erscheint.
kurz zu meiner Person und meiner Problematik:
Bin 35 Jahre, Akademikerin in einer führenden Position und habe ein 3-jähriges Kind. Angefangen habe ich vor 2 Jahren mit Tramal (Rückenbeschwerden), dann Targin Tabletten und seit einem dreiviertel Jahr auch Heroin (nasal) 0,8 - 1g pro Tag. Ich will weg davon, unbedingt und bin gerade auf kaltem Entzug zuhause.  Mein Mann weiß Bescheid und unterstützt mich. Seit ca. 50 std. bin ich auf kpl. 0 Substanzen,  Schwitzen, Unruhe, Schmerzen werden immer schlimmer, statt besser. Wann tritt Besserung ein? Hab auch Angst es nicht durchzuhalten, hab am Dienstag einen äußerst wichtigen Arbeitstermin. Mir professionelle Hilfe zu holen war mir zu peinlich bzw. sehr große Angst bzgl. Sorgerecht für mein Kind. Ich habe nur ein drogenfreies Umfeld und keiner außer mein Mann und mein Bruder wissen Bescheid.  Wann hört der körperliche Entzug auf? Wenn ich mich einem Arzt/ Einrichtungen anvertraue, muss ich hier Angst bzgl. Job/Kind haben?  Gruss aus Salzburg

Mag. S.

  • Gast
Antw:Heroinentzug zuhause
« Antwort #1 am: 11 Oktober 2015 »
Hab noch immer durchgehalten. Vor 2 std. hab ich mir von einem Bekannten Temester 1,0 mg geholt und eibe genommen. Hab das Gefühl, dass die Unruhe ubd die Schmerzen ein bisschen besser sibd, auch das Schwitzen. Hab aber den unermässlichen Drang mir H zu holen. Ist das mit den Temester während des Entzuges eine einigermaßen gute Lösung oder nicht. Will mir nicht noch ein Benzo Problem anzüchten. Meine größte Sorge ist mein Kind, er ist bei Mann, Oma, Tante momentan extrem gut versorgt. Hab gerade gar keine Kraft. Gruss S.

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Antw:Heroinentzug zuhause
« Antwort #2 am: 12 Oktober 2015 »
Liebe Mag. S.,

bitte durchhalten! Es dürfte nicht mehr allzu lange gehen, vielleicht geht es heute ja schon besser. Gegen die Schmerzen hilft manchmal etwas Magnesium oder auch ein warmes Bad zur Entspannung. In der Regel ist der körperliche Opiatentzug nach wenigen Tagen abgeklungen. Wenn die Schmerzsymptomatik dann noch anhält, empfehle ich eine aktive Abklärung, Physiotherapie und Entspannungsübungen.

OÄ Dr. Kirsten Habedank - Therapiestation Lukasfeld

Flo

  • Gast
Antw:Heroinentzug zuhause
« Antwort #3 am: 17 Oktober 2015 »
Hey.. hoffe du hast bis jetzt durchgehalten. normal müsste es schlimmste schon vorbei sein. was ich deutlich schlimmer finde ist clean zu bleiben, ich hab in diesem jahr 7 entzüge hinter mir und war dann immer 2-3 wochen clean und baam auf einmal wieder mitten drin.. okay ich in sehr naiv aber es ist nicht zu unterschätzen. wünsch dir alles gute und würde mich auf ein kleines feedback freun wie es aussieht?! MFG Flo