Autor Thema: Haarausfall wegen langjähriger Einnahme von Subutex?  (Gelesen 2522 mal)

nina

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Hallo! Ich nehme Subutex 8 mg seit fast 14 Jahren und wollte wissen ob es sein kann, dass man nach so vielen Jahren auf einmal sehr starken Haarausfall bekommen kann?Hat wer Erfahrungen damit? Mich macht das psychisch sehr fertig und habe keine Lebensfreude mehr, da mein ganzer Stolz immer meine schönen naturroten Haare waren! Bin erst 31 Jahre und habe seit fast 8 Monaten sehr starken Haarausfall sodass ich immer mehr kahle/lichte Stellen bekomme und somit eine riesen Angst habe meine Haare ganz zu verlieren! Würde mich über jede Antwort sehr freuen ob das vielleicht an den langjährigen Konsum der Subutex liegen könnte! lg Nina

ME-Redaktion

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Liebe Nina, Haarausfall ist eigentlich vollkommen normal – so lange nur rund 100 Haare pro Tag in der Bürste oder dem Kamm hängen bleiben. Erst wenn mehr Haare ausgehen, spricht man von krankhaftem Haarausfall. Die Ursachen können vielfältig sein. Die wichtigsten sind: hormonell-erblich, Einnahme von Medikamenten z.B. Heparin, Zytostatika im Rahmen einer Chemotherapie,  Mittel gegen zu hohe Cholesterinwerte, Antidepressiva, Beta-Blocker und ACE-Hemmer (gegen Bluthochdruck und Koronare Herzkrankheit), Schilddrüsenfunktionsstörungen, längerfristige Mangelernährung durch Crash-Diäten oder Fastenkuren, STRESS, STRESS, STRESS, Eisen- oder Zinkmangel, Röntgenstrahlung und weitere Faktoren können ebenfalls Ursache von Haarausfall sein. Ich habe selber in meiner Praxis noch nie einen Patienten mit dieser Nebenwirkung gehabt. Wenn keiner von diesen "Ursachen" bei Dir in Frage käme, lasse Dich auf ein anderes Substitutionsmittel für 3-4 Monate umstellen, dann weißt Du ob das eine Nebenwirkung von Buprenorphin ist.
Liebe Grüße.
Dr. Vinko Duspara - Therapiestation Lukasfeld 

Nuala

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Hallo,
auch wenn der Thread schon älter ist...
Man findet tatsächlich kaum etwas im Netz über Haarausfall in Bezug auf Opoide.
Allerdings ändert sich das, wenn man in englisch googelt.

Ich selber habe 4 Monate Tramadol genommen und habe in dieser Zeit 2/3 meines prächtigen, dicken, langen Haares verloren. Weder Hausarzt noch Schmerztherapeut sahen einen Zusammenhang mit der Opioideinnahme. Nachdem ich auf englischen Webseiten fündig wurde, war mir alles klar... 4 - 6 Wochen nach Einnahmestopp wurde der Haarausfall deutlich schwächer. Ob neue nachwachsen, ist jetzt die Frage...

Im Haus wohnt eine sehr alte Dame, die Morphin nahm und mir berichtete, sie habe ebenfalls alles abgesetzt, weil sie starken Haarausfall hatte.

Insofern wundert mich, wie diese Nebenwirkung selten sein kann und insbes., wie sie Schmerztherapeuten entgehen kann.


Nuala

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Wegen möglicher anderer Leidensgenossen melde ich mich nochmal.

Ich habe zu Tramadol recherchiert und ich fand eine Studie auf Englisch, wonach unter Tramadol ein Zinkmangel entstand. Und ich glaube - auch ein Eisenmangel.
Zink/Biotin sind wichtig für den Haarwuchs.

Und es gibt Studien zu anderen Opoiden.

Man könnte vom Hausarzt das Blut untersuchen lassen...

Wie dem auch sei. Ich habe ein 10mg Präparat gekauft. Allerdings habe ich Tramadol reduziert und habe den Haarausfall so im Griff. Leider kamen meine Haare nie zurück. Aber die Hälfte habe ich ja noch.