Autor Thema: low-metabolizer & Subutex  (Gelesen 2402 mal)

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  • Gast
low-metabolizer & Subutex
« am: 12 November 2012 »
Hallo,
ich habe eine Frage bzgl. des Medikaments Subutex.
Ich habe mir die Wirkungsweise durchgelesen und komme (als NICHT Mediziner) zu dem Schluss, daß Subutex als ProDrug bei Slow-Metabolizer (Menschen mit wenig Isoenzymen Aktivität)  nicht gut wirken würde.
Eine Alternative in der Substitutionsbehandlung mit einem Medikament, welches nicht sedierend wirkt kenne ich aber nicht.

Daher meine Frage, ob es grundsätzlich eine Möglichkeit wäre in solchen Fällen den natürlichen Grapefruitsaft als Inhibitor zu benutzen ??

Natürlich betrifft mich das ganze selber. Bei mir wirkt Codein nicht wie es soll und Tramal schon gar nicht. Jetzt gerade bin ich auf Subutex eingestellt und ich falle von einer depressiven Phase in die Nächste.

Durch Zufall bin ich auf den Grapefruit gekommen und zwar war die Urlaubszeit die einzige Zeit wo ich mich gut gefühlt habe.....und da habe ich jeden Tag Grapefruits konsumiert.
Nach Monaten konnte ich das jetzt reproduzieren (nach x Fehlschlägen) und erlebe zum ersten-mal Subutex vermutlich von der Wirkungsweise wie es sein sollte.

Spricht irgendetwas dagegen od. nimmt die Wirkung des natürlichen Grapefruit Inhibitors auch wieder ab ? Könnten sie mir bitte ihre Meinung dazu sagen ??

Ich bin schon langsam am verzweifeln und war schon so weit, daß ich wieder sage ich nehme Heroin und pfeif auf  das Ganze.

liebe Grüße

PS: Natürlich war ich bei Ärzten und erzählte das immer wieder (Subutex wirkt nicht, Tramal aber auch nicht....könnte es daran -SlowMetabolizer- liegen usw,), aber in der Regel werde ich anscheinend nicht für voll genommen

PPS: Ihr macht tolle Arbeit - DANKE !!!!!

Vielen Dank und Liebe Grüße

ME-Redaktion

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Re: low-metabolizer & Subutex
« Antwort #1 am: 13 November 2012 »
Lieber UserIn, wenn jemand ein Slow-Metabolizer für ein Opiat ist, dann ist er auch ein Slow für die anderen Opiate. Total paradox ist, dass Du durch Subutex von einer depressiven Phase in die Nächste fällst, weil bekannt ist, dass Subutex ein sehr, sehr gutes Antidepressivum ist. Es könnte sein, dass Grapefruit ein Schlüsselprotein blockiert, das normaleweise Buprenorphin zerlegt und auf die Art verhindert die volle Wirkung des Subutex. Solltest Du weiter dieses Problem haben, rate ich Dir die tägliche Dosis zu erhöhen und sie zu teilen, also 2 x täglich einnehmen. Subutex ist wirklich ein gutes Medikament und wenn es irgendwo geht, würde ich auf Subutex nicht verzichten.
Liebe Grüße
Dr. Vinko Duspara - Therapiestation Lukasfeld


Chrira

  • Gast
Antw:low-metabolizer & Subutex
« Antwort #2 am: 19 Oktober 2019 »
Sorry,
das stimmt so nicht. Poor Metabolzer verstoffwechseln völlig anders, haben eklatante Nebenwirkungen, aber nicht den gewünschten(Antidepressiven) Effekt, Zudem lagern sich teils toxische Wirkstoffspiegel der Phase 2 (glaube ich ) in der Leber an. Ich hatte ähnliches aufgrund Schmerzerkrankung über sechs Jahre und das Medikament hat weder gut die Schmerzen gelindert, noch war es aktdepressiv. Der das Gegenteil ,was scheinbar bei hohen Wirkstoffkonzentrationen vorkommen kann. Subtext ist bekannt als Medikament was in Nierdigdosisbereich gut sprich positive wirkt, im Hochdosisbereich einer paradox. ICH habe sechs Jahre viel zu hohe Dosen ärztlich verschrieben bekommen (14mg, einmal bis zu 24mg) was völlig irrsinnig war. Leder bin ich erst nach sechs Jahren dahinter gekommen, weil ich mir Schmerzen rechter Oberbauch, Depressivität und weiter Nebenwirkungen, die eindeutig im Beipackzettel deklariert sind, nicht erklären konnte und meine Ärzte (ich hatte fünf verschiedene konsultiert) mir einredeten, ich sei eben depressiv. Heute weiß ich: War ich nie, das war schlicht das falsche Medikament für mich.Ich selbst bin vermutlich kein Poor metabolizer, aber ich habe mich tief eingelesen und bei mir waren Inhibitorenprobleme die Ursache (neben der zu hohen Dosis). Dasselbe gilt bei mir übriges für Mariendistel und CBDTropfen, mit welchen ich versucht habe, Leberprobleme und Schmerzen in den Griff zu bekommen. Beide Inhibitoren, kann man alles im Internet finden. Leider gibt es nur wenige Ärzte, die sich wirklich gut damit auszukennen scheinen. Mein Arzt hat das auf die Pharmaindustrie bzw. die Arzneimittelvetreter geschoben. An sich sollten doch aber auch Mediziner Pharmokogenetik beherrschen? Meine haben in die gängigen Datenbanken geschaut und die haben Interaktionen, wie in meinem Fall, leider nicht angezeigt. Ich musst erst auf wissenschaftliche, englischsprachige Studien stossen und diese zitieren, bis mir geglaubt wurde. Und das hat sechs Jahre gedauert und eine Leber fürchte ich, nicht unerheblich geschädigt. Also am besten bei Unverträglichkeit über langsamen Stoffwechsel, Einnahmedauer (mehr, als die beschriebenen 5 Minuten!!!) und Wechselwirkungen mit anderen Medis oder auch Stoffen (Grapefruit und Co...) informieren! Bei komischen Nebenwirkungen wachsam sein, auch Apathie, Depersonalisation, Paranoia, etc... Viel Glück:)