Autor Thema: Bruder ist Spielsüchtig  (Gelesen 4137 mal)

Bruder

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Bruder ist Spielsüchtig
« am: 23 Oktober 2011 »
Hallo,

Mein Bruder ist 25 Jahre und schon mehrere Jahre Speilsüchtig, mal hat er es besser im Griff, mal schlechter..
Er wohnt noch zuhause, macht aber täglich seinen Job und betreibt auch Sport..
Ich hab das ganze schon länger nicht mehr verfolgt, doch heute bin ich per Zufalla uf eine Internet Zockerseite gekommen an der er nicht ausgeloggt war.. ich weiss man sollte da nicht nachschauen, aber es sind weit über €1300.- und das jeden Monat die er verzockt.. Ich habe auch das Gefühl das er einiges an Kohle von unsrer Mutter bekommt, welche natürlich keine Ahnung hat..
Ich weiss nicht wie ich vorgehen soll, da er mir sehr viel bedeutet möchte ich auf keinen Fall einen Streit, wenn ich ihn mal drauf anrede dann sagt er immer er hat das im Griff und gewinnt auch zwischendurch sehr viel das er fast auf 0.- ist. Bei Betrachtung seiner History stimmt das natürlich überhaupt nicht.
Kann mir wer einen Tipp geben wie ich ihn davon weg bringe, ihm klar machen kann das er sich ruiniert ohne das ich ihn persönlich angreife oder er merkt das ich es gut meine?

Sg. und Danke

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Re: Bruder ist Spielsüchtig
« Antwort #1 am: 27 Oktober 2011 »
Liebe Forumsteilnehmerin

Ich möchte ihnen sehr empfehlen in direktem Kontakt mit einer Beratungsstelle ihre Möglichkeiten genauer anzuschauen. Sie schreiben, sie möchten keinen Streit. Wenn sie ihren Bruder mit der Wahrheit konfrontieren und er diese herunterspielt, wird es vermutlich Streit geben. Es scheint, dass ihr Bruder die Tatsachen noch nicht sieht. Sehr viele Menschen mit einem Suchtproblem sehen das selber  lange nicht, wollen es nicht sehen. Sie können ihm eventuell auch anbieten gemeinsam mit ihm eine Beratungsstelle aufzusuchen. Sie können ihm auch vermitteln, dass sie ihn unterstützen, wenn er bereit ist etwas an seinem Problem zu tun. Die große Gefahr für Angehörige ist selber in ein Coverhalten zu fallen, dass man Verschiedenes übernimmt, das eigentlich Sache des Betroffenen ist.
Deshalb noch einmal die Ermutigung auch selbst eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Gruß,
Mag. Christine Köhlmeier,
Beratungsstelle Clean Feldkirch