Autor Thema: Gewichtszunahme mit Methadon  (Gelesen 3633 mal)

Ted

  • Gast
Gewichtszunahme mit Methadon
« am: 20 Dezember 2010 »
Hallo,

ich kriege seit 1 1/2 jahren methadon.
und mein gewicht ging woche zu woche rauf. von 72 kg auf 88 kg. das meiste am bauch was total hässlich aussieht.
die sache macht mir ziemliche depressionen und ich gehe ungern unter menschen.

liegt die gewichtszunahmen denn nun an den wassereinlagerrungen, oder am gesteigerten appetitt? da sagt mir jeder was anderes.
und ist es überhaupt möglich die pfunde runter zu kriegen?

ich habe ziemlich hunger auf süßes gekriegt und auf joghurt das wird mir auch pfunde drauf gebracht haben. obwohl ich früher immer essen konnte was ich wollte.

jetzt habe ich aber meine ernährung umgestellt, trinke nur noch wasser, bewege mich und habe eine arbeit bei der ich auch noch viel bewegung habe.
trozdem gehen die pfunde nicht runter.
gibt es da überhaupt noch hoffnung das man metha-kilos runterkriegt, oder muss ich mich damit abfinden?

hab schon von metha auf pola umgestellt was auch nichts bringt. subutex ist auch keine option, habe es mehrmals probiert und komme damit nicht klar. und derzeit unter meine 5,6 ml gehen wär auch keine option.

wäre für alle anderen tips sehr dankbar.

gruß ted

ME-Redaktion

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Re: Gewichtszunahme mit Methadon
« Antwort #1 am: 24 Dezember 2010 »
Lieber Ted! Deine Gewichtszunahme ist eine bekannte „Nebenwirkung“ vom Methadon. Die Umstellung von der gehetzten Lebensweise auf der Gasse zu besser geordneten Verhältnissen unter Substitutionsbehandlung vermindert oft schlagartig den Kalorienverbrauch; das Gewicht nimmt zu.

Die Gewichtszunahme  hängt auch mit der eingenommenen Menge des Methadons  zusammen. Also wäre es sicher gut, wenn du wirklich nur soviel nimmst, dass du keine Entzugserscheinungen kriegst.  Eine Umstellung auf Buprenorphin würde ziemlich sicher eine Gewichtsreduktion bringen.

Das Gewicht ist immer auch eine Frage des Verhältnisses der Kalorien, die wir zu uns nehmen, z. B. Kohlenhydrate und Fett in Schokolade, und der Kalorien, die wir verbrauchen. Nur wenig zu essen ist unzureichend. Es braucht auch Sport und Bewegung, z.B. Joggen. Wir können uns angewöhnen, mehr zu Fuß zu gehen und auf Aufzüge zu verzichten. Schwimmen und andere Bewegungssportarten, übrigens auch Tanzen, bringen viel. Hilfreich sind Programme, wie sie z.B. von den Weight Watchers empfohlen werden.

Ein paar Kilo zu viel sollte uns aber auch nicht zu sehr stressen. Es gibt Wichtigeres im Leben. Dr. Vinko Duspara - TS Lukasfeld

sasch_rush

  • Gast
Antw:Gewichtszunahme mit Methadon
« Antwort #2 am: 25 September 2019 »
[quote author=Ted link=topic=3947.msg6959#msg6959 date=1292849577]
Hallo,

ich kriege seit 1 1/2 jahren methadon.
und mein gewicht ging woche zu woche rauf. von 72 kg auf 88 kg. das meiste am bauch was total hässlich aussieht.
die sache macht mir ziemliche depressionen und ich gehe ungern unter menschen.

liegt die gewichtszunahmen denn nun an den wassereinlagerrungen, oder am gesteigerten appetitt? da sagt mir jeder was anderes.
und ist es überhaupt möglich die pfunde runter zu kriegen?

ich habe ziemlich hunger auf süßes gekriegt und auf joghurt das wird mir auch pfunde drauf gebracht haben. obwohl ich früher immer essen konnte was ich wollte.

jetzt habe ich aber meine ernährung umgestellt, trinke nur noch wasser, bewege mich und habe eine arbeit bei der ich auch noch viel bewegung habe.
trozdem gehen die pfunde nicht runter.
gibt es da überhaupt noch hoffnung das man metha-kilos runterkriegt, oder muss ich mich damit abfinden?

hab schon von metha auf pola umgestellt was auch nichts bringt. subutex ist auch keine option, habe es mehrmals probiert und komme damit nicht klar. und derzeit unter meine 5,6 ml gehen wär auch keine option.

wäre für alle anderen tips sehr dankbar.

gruß ted
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ME-Redaktion

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Antw:Gewichtszunahme mit Methadon
« Antwort #3 am: 27 September 2019 »
Hallo Ted,

die Ursachen für die Gewichtszunahme sind individuell sicher unterschiedlich – die wesentlichen Fakten sind immer eine erhöhte Kalorienzufuhr. Hier könnte eine Ernährungsberatung helfen. Erstes Ziel ist sicher, eine weitere Gewichtszunahme zu vermeiden. Grundsätzlich muss es um eine langfristige Ernährungsumstellung gehen.

Eine dahinterstehende depressive Symptomatik mit Antriebsmanngel sollte fachärztlich ausgeschlossen werden. Ich denke schon, dass eine langsame Gewichtsabnahme mit diszipliniertem Verhalten möglich ist, sofern Sie aus Vorarlberg sind, empfehle ich die Ernährungsberatung des AKS.

OÄ Dr. Kirsten Habedank - Therapiestation Lukasfeld