Autor Thema: Alkohol und anderes  (Gelesen 2633 mal)

Stefan

  • Gast
Alkohol und anderes
« am: 02 Juli 2006 »
guten morgen.....

ich weiss nicht wo anfangen....naja bin 23 arbeite seit knapp 3 jahren in der nacht 5mal inder woche....hab noch 3 std durchgehend pause dazwischen, also genug zeit zum trinken kiffen.
naja den regelmaässigen alkoholkonsum hab ich seit knapp 6 jahren, also mindestens jeden tag 2-3 bier.
hab das ganze eine zeitlang und kontrolle bekommen, war trocken, als ich dann wegen eines zulangen krankenstandes gekündigt wurde (bin hilfsarbeiter) hab ich meine komplette abfindung (knapp 4000 euro) inerhalb eines monats alleine verblasen, alkohol, drogen....
war mit 16 jahren drogenabhängig, habs aber auf die reihe bekommen und wollte nie mehr in dieses loch....hab dann eine frau kennengelernt die kifft, naja irgendwie hat das cannabis gleich angeschlagen und jetzt kiff ich wieder, das sind schon mal mindestens 300-500 euro im monat auf einen zeitraum von 6 monaten ist das doch viel geld irgendwie...
alkohol und gras vor der arbeit inder pause und danach sowieso, 2-3 bier und gras....dann wird mir schlecht mein kreislauf fällt zusammen und das ganze soweit das ich irgendwo in der wohnung aufwache und nicht mehr weiss was jetzt eigentlich loswar.....schlafprobleme hab ich sowieso, esse koffeein tabs sowie andere chips wenn sie tv gucken
wenn ich trinke dann kann ich meistens nicht mehr aufhören, dreh dann komplett drüber, ein kleiner funke reicht und ich zucke aus, naja das is schon soweit gegangen das ich richtig heftigen stress mit meinen besten freunden hatte (schlägerein, knochenbrüche usw.....) war auf einen festival mit einem freund und meiner ex, da hab ich am ersten tag angeblich soviel gesoffen das ich schon die augen überdrehte, kreislauf probleme bekommen habe, nicht mehr ansprechbar war, mich vorne und hinten nicht mehr auskannte, eine typische alkoholvergiftung (und das nicht zum erstenmal)

naja hab einen sch.... angst vor einer therapie, naja was ich so gehört und gelesen hab kann man das nur stationär machen, will aber nicht ins krankenhaus....

ambulate therapie wäre super
Was kommt da eigentlich auf mich zu wenn ich einen Therapie mache, egal ob ambulant oder stationär,? gibts da irgendwelche tests, naja will auch keinen stress mit dem gesetz bekommen oder so!!!


hoffe mal das mir da jemand weiterhelfen kann


gruss aus Kärnten

ME-Redaktion

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Re: Alkohol und anderes
« Antwort #1 am: 03 Juli 2006 »
Hallo Stefan!

Eine Therapie oder ein Entzug ist halb so wild. Hier gibt es viele Gerüchte und Mythen. Bei uns in der TS Lukasfeld sagen die meisten Patienten, wenn sie das vorher gewusst hätten, wären sie früher auf Therapie gegangen.

Übrigens ist eine stationäre Entgiftung nicht so stressig wie ambulant, weil man hier mehr Entzugsmedikamente geben kann, dementsprechend dauert die Entgiftungsphase nicht so lange. Ambulant ist es oft notwendig, die Dosierungen langsam zu reduzieren und das klappt meist eher schlecht als recht. Außerdem gibt es in einem stationären Umfeld nicht so viele Reize und Auslöser für neuerlichen Konsum. Dazu kommt die Unterstützung durch Ärzte, Pflegepersonal und Mitpatienten, die zur Ermutigung und zum Durchhalten viel beitragen können.

Also: Zuwarten erscheint mir als sehr riskant, ich würde an Deiner Stelle möglichst bald eine Beratungsstelle aufsuchen, wobei ich abgesehen vom Suchtkrankenhaus in Treffen bei Villach die Szene in Kärnten leider nicht kenne. Vielleicht kann Du einmal dort anrufen und klären, was für Dich die beste Möglichkeit wäre, eine gute fachliche Beratung zu bekommen. Eine weitere Adresse kann Du sich auch unter http://www.gesundheit-kaernten.at/gesundheitsserverhtml/page.asp?MEN_ID=77 ausfindig machen.