Autor Thema: Bin ich stark genug oder muss ich aufgeben?  (Gelesen 2962 mal)

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Mein Freund ist Alkoholiker.
Vor neun Wochen noch trank er unmengen Alkohol, natürlich aus Kummer.
Er war in einem schrecklichen Zustand.
Vor lauter Liebe zu mir versucht er täglich weniger zu trinken.
Er war auch ziemlich erfolgreich bis jetzt.

Ich habe das Gefühl, dass ich auf längere Zeit nicht die Stütze für sein Gelingen sein kann und habe Angst, dass diese ewigen Diskusionen und doch sehr kränkenden Konfrontationen
unsere Beziehung zerbrechen lässt.
Im Moment fühlt er sich von mir überfordert und ich mich von ihm mit meinen Sorgen alleingelassen.
Er will den Entzug alleine schaffen und meint, er könne sich nur durch mich öffnen und bei niemandem anderen sonst.
Wenn er betrunken ist schicke ich ihn weg und ich bin da ganz empfindlich.
Wenn er nur ein wenig zu viel getrunken hat redet er so viel unsinn und ich kann ihn nicht mehr erreichen. 
Das raubt mir sehr viel kraft, dass ich bereits sehr depressiv bin.
Ich weiß nicht ob ich noch lange so viel Geduld aufbringen kann, bis er so weit ist.
Bei mir stapelt sich bereits Unerledigtes und das macht mich äußerest unruig.
Ich habe das Gefühl, dass da ein eigenartiger Sog herrscht, der mich hinunterzieht.
Sachlichkeit habe ich bereits verlernt und in ein paar Wochen sind meine Emotionen angewachsen.
Nun bin ich so weit, dass ich nicht mehr weiß, wer von uns beiden eigentlich krank ist und habe wirklich schlimme befürchtungen, dass ier vielleicht bald clean ist, ich jedoch ein häufchen elend.
Danke im voraus für Antwort.

ME-Redaktion

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Re: Bin ich stark genug oder muss ich aufgeben?
« Antwort #1 am: 09 Juni 2006 »
Liebe login, sie beschreiben sehr genau das Wesen der Sucht und das, was man in der Literatur als Co-Abhängigkeit bezeichnet. Letztlich fühlen sich diese Menschen wirklich elend und ihre Befürchtungen diesbezüglich sind somit stimmig. Sie beschreiben einen eigenartigen Sog und das ist typisch für die Suchterkrankung. Den spüren die Betroffenen und deren Angehörige. Es gibt in jedem Bundesland in Österreich die Möglichkeit, sich an Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankung zu wenden. Ich weiß, dass das sehr vielen Angehörigen geholfen hat, nicht selbst krank zu werden. Sie können sich auch im Internet (z.B. über diesen link: http://www.suchtprozesse.de/angehoerige.htm )
über co-Abhängigkeit informieren, falls sie lieber anonym bleiben wollen. Sollte das aber nicht reichen, würde ich sie doch bitten, sich z.B. bei einer Therapeutin Hilfe und Begleitung zu holen, denn auch dort wird ihre Anonymität gewahrt.
Viel Erfolg bei ihren Bemühungen!

Helen

  • Gast
Re: Bin ich stark genug oder muss ich aufgeben?
« Antwort #2 am: 13 Juli 2006 »
Libe Login, ich möchte Dir schreiben, will bei mir ist es hlt umgekehrt: ich bin betroffen-
und mein Mann könnte, sollte, müsste, was heisst müsste: ich wäre schon froh er würde
sich nur ein gnz klein wenig mit der Sucht-u.Abhängigkeitsproblematik auseinandersetzen.
Dir-ist Dein  Patner nicht egal, ich dem meinen offfenbar schon... Du wenn ich alles so
von der Suchtseite anschaue, Du, mehr das  kann man, sorry kannst Du nicht machen,
versuch halt dazuein für Dein Gegenüber, bzw. reden über alles, ist nie ein tabu.....
Ich denke, das ist in jeder Beziehung wo ein Suchtkranker ist das wichtigste, dass
die Achtung voreinander nicht kaputt geht-den Sucht muss nicht so bestraft werden-
dass nach Möglichkeit die Liebe bestehen kann, die gemeinsame Zukunft- denn dies kan
ein halt sein eine .  iherheit die da ist- und die Gewisheit nicht alleine zu sein..
Das ist das was ich mir wüschne: etwat Unterstützung,Halt und Stärke
nicht zuvîel, aber auch nicht zuwenig.
ich, ich will nur ein klein wenig behütet und beschützt sein,
aber-fortlaufen, dass darft du nicht...
Versuchch einfach alle Jahre der Gemeinsamkeit zu nehmen, und dann-

wirst Du merken wann ich dich brauche, wann ich Ruhe will
wann Du vielleicht sogar Hilfe holen musst

aber- frage mich NIE danach, ich kann's und werde es nie sagen.....
traue deinem Menschenverständnis, und evt. der Hilfe von Aerzten, wo Du im Konktakt bist.

Ich, ich wüsche mir, jemand wäre um mich so besorgt...

Aber echt: bitte vergisss nie: lieber ein Anruft zuviel-wie einer zuwenig

Ich wünsche Dir alles Gute, Helen