Autor Thema: kokain  (Gelesen 3672 mal)

angel

  • Gast
kokain
« am: 24 April 2008 »
Hi.Ich konsumiere selbst täglich koka... Meine family weiß das u.auch vor m. mann mache ich mir keinen kopf! Klar,kann man es nachweisen... Am längsten wohl an d.haarwurzel! ... Mir ist d.egal... Fast alle aus m.familie wissen es und ich mach da auch kein geheimnis draus! Warum auch? .....

ME-Redaktion

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4.170
Re: kokain
« Antwort #1 am: 24 April 2008 »
Hallo Angel, Kokainkonsum ist keineswegs so harmlos wie Du ihn darstellst. Es kann zu einer psychische Abhängigkeit (Gewöhnung) gilt schon seit langem als gesichert. Während früher eine körperliche Abhängigkeit umstritten war, sprechen klinische Erfahrungsberichte eine klare Sprache: Nach Absetzen der Substanz kann es zu Entzugserscheinungen wie Unruhezustände, Nervosität, Schweißausbrüche, Frösteln, allgemeine körperliche Missempfindungen oder Überreiztheit kommen - vor allem aber auch zu anhaltenden depressiven Verstimmungszuständen. Nach Aktivierung und Erregung durch Drogen wie Kokain wird es notwendig, zur Beruhigung oder zur Schlafinduktion dämpfende Substanzen (Beruhigungsmittel, Alkohol, Opiate) einzunehmen.

Über die Nachweisbarkeit der Stoffe im Körper gibt es noch eine Möglichkeit, sich selbst auf ein mögliches Stadium der Abhängigkeit zu untersuchen: Kultivierter Konsum in großen Abständen wird das Suchtmittel zu sich genommen, im Mittelpunkt steht das Erlebnis des Geschmacks und das Ritual der Einnahme (z.B. Weinkenner), eine Suchterkrankung kann hier kaum entstehen. Schädlicher Gebrauch: Hier steht das Rauscherlebnis im Vordergrund, die Einnahme geschieht häufig, längere Abstinenzphasen sind die Ausnahme, erste soziale Begleiterscheinungen werden sichtbar (z.B. Schulleistungen lassen nach, keine Lust mehr auf Aktivitäten, die Gedanken kreisen schon sehr um das Suchtmittel und das Rauscherlebnis) Abhängigkeit: Die Dosis muss ständig gesteigert werden, um den gleichen Effekt zu erzielen, das Verlangen nach dem Suchtmittel wird übermächtig und unwiderstehlich, der Suchtmittelkonsum kann nicht mehr kontrolliert werden. Das Suchtmittel beherrscht den Alltag, alles andere tritt in den Hintergrund, sogar Beziehungen werden dafür aufgegeben.
Nun, wo befindest Du dich auf dieser Skala?
Wie wirkt die Einnahme des Suchtmittels auf dich: euphorisierend, entspannend?
Wie fühlst du dich ohne die Einnahme?
Gelingt es dir, längere Pausen zu machen, um den Körper zu regenerieren?