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Substanzen => Alkohol => Thema gestartet von: Klaus am 22 Januar 2019

Titel: Auflage CDT-Test
Beitrag von: Klaus am 22 Januar 2019
Guten Tag,

Mir wurde 2015 der Führerschein wegen eines Unfalls unter Alkohol (1,78%) abgenommen Seither musste ich 2 Monatlich CDT-Tests und Leberwerte abgeben.Bis Mai 2018 alles in Ordnung ! Im Mai dann CDT-Wert von 2,3% worauf mir der Führerschein abgenommen wurde.Auflage für ein Halbes Jahr 2 monatliche Abgabe von CDT-Tests und Leberwerten.

1 CDT-Test ergab 1,4% (am Test steht der Bereich von 1,3-1,6 ist Kontrollpflichtig)

2 CDT Test ergab 1,5% (am Test steht der Bereich von 1,3-1,6 ist Kontrollpflichtig)

3 CDT Test ergab 0,6%

Meine Frage sind die 3 Tests im gesetzlichem Rahmen ?

Muss nähmlich auch ein Psychologisches Gutachten erstellen das 300 Euro kostet und sollten die CDT Werte nicht passen kann ich mir das sparen!

Bitte um Rückmeldung !
Titel: Antw:Auflage CDT-Test
Beitrag von: ME-Redaktion am 14 Februar 2019
Lieber Klaus!

Der CDT-Wert wird in Führerscheinbegutachtungen verwendet, um eine Alkoholkarenz zu verifizieren. Werte bis zu 1,2 % sprechen dafür, dass kein Alkohol konsumiert wurde. In Kombination mit Leberfunktionsparametern kann eine durch Laborparameter gestützte Aussage getroffen werden, ob der Proband Alkohol konsumiert hat oder nicht. Die von Ihnen wiederholt aufgetretenen erhöhten CDT-Werte geben einen klaren Hinweis auf vermehrten Alkoholkonsum vor der Abnahme. Wie sich jedoch im Verlauf zeigt, sind die CDT-Werte rückläufig, welches für ein Wiedererlangen der Alkoholabstinenz spricht.

Da eine Alkoholabhängigkeit eine chronisch rezidivierende Erkrankung ist, welche beim Versuch des kontrollierten Trinkens meist zu einem Rückfall führt, ist eine Alkoholabstinenz dringend zu empfehlen. Diese Alkoholabstinenz wird durch Laborparameter wie eben das CDT und die Leberfunktionsparameter diagnostiziert. Wenn die von Seiten des Gutachters verlangte Dauer der Alkoholabstinenz erwiesenermaßen erreicht ist, braucht es nur Neuausstellung in Ihrem Fall auf jeden Fall auch ein psychologisches Gutachten. Dies sollte wenn möglich nach einer entsprechend langen Dauer einer Alkoholabstinenz durchgeführt werden, da ein kurz zurückliegender Alkoholkonsum kognitive Beeinträchtigungen verursachen kann, welche ein positives Abschneiden bei dem psychologischen Gutachten verhindern kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prim. Dr. Michael Willis - Krankenhaus Maria Ebene