Tagung „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“

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Anlass:
Tagung „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“
Date:
16. Oktober 2019 14:00
Kategorie:
Veranstalter:
SUPRO
Aktualisiert:
15. Oktober 2019
Ort:
Veranstaltungszentrum KOM in Altach
Anschrift:
Österreich

Über die Tagung:
In einer dreijährigen Entwicklungs- und Pilotphase hat die SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention, zusammen mit Pilotkindergärten, Pilotvolksschulen sowie mit Partnerinstitutionen ein Projekt zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung von Kindern im Alter zwischen drei und zehn Jahren entwickelt. Das Projekt „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“ geht nun ab Herbst 2019 in die Ausrollung.

Bei der Tagung „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“ werden einerseits die Inhalte und Materialien präsentiert. Gleichzeitig möchten wir den Anlass nützen, den PädagogInnen aus Kindergarten und Volksschulen mit namhaften ReferentInnen Inputs zum Thema „Förderung der ganzheitlichen Gesundheit im Kindesalter“ aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu geben.

ReferentInnen und ihre Vortragsthemen:

Prof. Dr. Martin Hafen, Hochschule Luzern
„Die Bedeutung der frühen Kindheit für die Resilienz“
Während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren werden die Grundlagen für die Resilienz eines Menschen gelegt. Im Referat wird das Konzept der Resilienz erläutert und in den Kontext der Prävention gestellt. Weiter wird aufgezeigt, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit ein Kind die Lebenskompetenzen aufbauen kann, die für seine Resilienz im späteren Leben von so großer Bedeutung sind. Schließlich wird aufgezeigt, welchen Nutzen die Gesellschaft daraus zieht, wenn sie sich für resilienzförderliche Rahmenbedingungen einsetzt.

Lienhard Valentin, Gestaltpädagoge, Buchautor und Achtsamkeitslehrer
„Die Praxis der Achtsamkeit im Kindergarten und in der Volksschule“
Das Thema „Achtsamkeit“ ist in aller Munde und mehr und mehr wissenschaftliche Studien zeigen ihre positiven Wirkungen auch in Kindergarten und Schule. In diesem Vortrag zeigt Lienhard Valentin Wege auf, wie die Praxis der Achtsamkeit dabei helfen kann, gelassener zu werden und eine entspanntere Atmosphäre zu schaffen, die das Lernen und die emotionale Intelligenz fördern.

Dr. med. Harald Geiger, Kinderarzt
„Rund und gesund? Von zu viel Essen und zu wenig Bewegung in der Kindheit“
Knapp ein Viertel aller österreichischen Schulkinder zwischen sieben und 14 Jahren sind übergewichtig oder adipös – Tendenz steigend. Negative Körperwahrnehmung und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führt zu Substanzkonsum, geringem Selbstwertgefühl und reduzierter psychischer Gesundheit. Für die Gesellschaft sind die Auswirkungen vergleichbar mit denen des Rauchens. Um Übergewicht und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken nachhaltig entgegenzuwirken, bedarf es nicht nur Maßnahmen auf der Verhaltensebene, sondern vor allem gezielte Maßnahmen im Bereich der Verhältnisprävention.

Profin Drin Gundl Rauter
„Selbstwirksamkeitserfahrungen in und durch Bewegung gestalten“
Vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen tragen einerseits zur Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn bei, anderseits schaffen sie Voraussetzungen zur Entwicklung der Selbstständigkeit und geben Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wenn sich Kinder bewegen und spielen, dann machen sie nicht nur wesentliche Erfahrungen im körperlich-motorischen Bereich. Sie gewinnen Erkenntnisse über sich selbst, die anderen und über ihre Umwelt. Sie erfahren damit das Prinzip der Selbstwirksamkeit: „Ich kann das Ergebnis durch mein eigenes Handeln beeinflussen!“, „Ich kann das schaffen!“ usw. Dies wiederum wirkt sich günstig auf die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts und eine positive Grundeinstellung bzw. einen reflektierten Umgang mit dem eigenen Körper aus.

Zitate:
“Für Kinder ist es noch leicht, ein gesundes Verhalten, einen gesunden Lebensstil zu erlernen, wenn die Rahmenbedingungen passen. Ziel des Projektes ist es, den Kindern ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen.“ LR Dr. Christian Bernhard

„Das Projekt wurde in der Praxis, im normalen Arbeitsalltag in Kindergarten und Volksschule erprobt, evaluiert und laufend weiterentwickelt. Die Fortbildungen für Pädagoginnen/Pädagogen stellen sicher, dass die handelnden Personen in ihrer eigenen Kompetenz gestärkt werden und sich damit ein gesundheitsförderndes Umfeld ausbildet.“ LR Dr. Barbara Schöbi-Fink

„Mit einer klaren Strategie, Struktur und einem roten Faden kann das Projekt in den Kindergärten und Schulen des Landes einen gemeinsamen, wissenschaftlich fundierten und praktisch erprobten Standard setzen. Mit diesen einheitlichen Standards sollen alle Kinder zwischen drei und zehn Jahren dieselben Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Förderung ihrer Gesundheit erhalten.“ Manfred Brunner, Obmann VGKK