Therapiestation Lukasfeld

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Die Therapiestation Lukasfeld ist eine Einrichtung der Stiftung Maria Ebene und wird als ausgelagerte Abteilung des Krankenhauses Maria Ebene geführt. Sie wurde 1995 eröffnet und ist eine abstinenzorientierte Einrichtung für die Behandlung von Menschen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr, bei denen eine Suchterkrankung mit Konsum von illegalen Drogen vorliegt. Die Einrichtung bietet sechs Plätze zur körperlichen Entgiftung und 14 Plätze zur anschließenden Entwöhnungsbehandlung für eine Dauer von zwei bis sechs Monaten.

Die Therapie gliedert sich in vier Abschnitte: Nach der körperlichen Entgiftung, die bis zu vier Wochen gehen kann, in der Regel jedoch 10 bis 14 Tage dauert, wechselt der Patient in den Entwöhnungsbereich. Dort findet zunächst eine Orientierungs- und Eingewöhnungsphase statt, die einhergeht mit einer entsprechenden Diagnostik und gegenseitigem Kennenlernen und mit der Erarbeitung von Therapiezielen endet. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Orientierungsphase kann der Patient in die sogenannte Intensivtherapiephase übertreten, in der er zunehmend im Rahmen von Ausgängen an einen drogenfreien Alltag gewöhnt wird.

Zahlreiche Angebote im sportlichen und kreativen Bereich dienen dazu, dem Suchtverhalten neue Impulse entgegen zu setzen und neue Erfahrungen zu machen. Da es sich bei unserer Einrichtung um eine selbstversorgende Einheit handelt wird eine Tagesstrukturierung durch die Teilnahme an den verschiedenen Arbeitsbereichen (Hausreinigung, Küche, Speisesaal, Waschküche und Werkstatt inklusive Garten) gewährleistet. Nach dem vierten Monat stationärer Therapie besteht die Möglichkeit, in die Außenorientierungsphase zu wechseln, in der es verstärkt um Arbeits- und Wohnungssuche sowie Gestaltung sozialer Außenkontakte und selbständigen Freizeitaktivitäten gehen soll.

Es gibt zudem die Möglichkeit, eine weiterführende Rehabilitation in der angeschlossenen Wohngemeinschaft mit sechs Plätzen zu machen. Diese bietet ebenfalls Abstinenzorientierung und die Möglichkeit, sich in der Arbeitswelt zu integrieren. Auch hier wird eine eigenständige Freizeit- und Lebensgestaltung durch unsere Mitarbeiter angeregt. Im günstigsten Fall wird ein Patient durch eine ambulante Drogenberatungsstelle vor- und nachbetreut.