Praktikumsbericht

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Im Zuge meines Bachelorstudiums der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule in Dornbirn durfte ich in der Zeit vom 1. Februar bis zum 9. März 2017 mein Orientierungspraktikum in der Suchberatungsstelle Clean in Bludenz absolvieren. Für mich war es eine äußerst spannende und wertvolleZeit, die ich zusammen mit meiner Praktikumsanleiterin DSA Rebecka Schwall und dem kleinen, aber äußerst professionellen Teams erlebte.

Der Suchtbereich war mir bis zu meinem Start im Clean privat wie auch beruflich fremd, da ich noch kaum Bezug zu direkt oder indirekt Betroffenen hatte. Umso interessanter empfand ich jedes Detail der Arbeit mit dem vielschichtigen Thema Sucht. Neben KlientInnen-Kontakten, zahlreichen Beratungsgesprächen unterschiedlichster Art, Substitutions-Verschreibungen und der Abnahme von Harntests hatte ich Gelegenheit, auch mehrere Einrichtungen der Vorarlberger Sucht- und Drogenhilfe zu besuchen – unter anderem Carina, Lukasfeld, das Krankenhaus Maria Ebene.

Zahlreiche Reflexionsgespräche, Achtsamkeitsübungen und das Klären von offenen Fragen im Team waren für mich sehr wertvoll. Ich durfte erfahren, dass die Arbeit mit den betroffenen Menschen auch bedeutet, intensiv an sich selber zu arbeiten. So wurden z. B. das Legen meiner Lebensstraße oder Selbstwertübungen beeindruckende und gewinnbringende Methoden für mich selbst.

Nach dieser intensiven Zeit im Clean kann ich die Frage, ob ich mir eine berufliche Tätigkeit im Suchtbereich vorstellen könnte, mit einem klaren „Ja“ beantworten. Es war für mich sehr beeindruckend zu erleben, wie wertschätzend, respektvoll und engagiert das Team mit Suchtkranken und deren Angehörigen umgeht. Damit schafft das Clean für viele KlientInnen einen Ort der Akzeptanz und neuer Zukunftsperspektive.

Klaudia Kopp